Was tun bei Diskriminierung?

Diskriminierung in der Arbeitswelt ist verboten!

Wenn ich aufgrund

  • meiner ethnischen Zugehörigkeit / Herkunft / Hautfarbe,
  • meines Geschlechts / meines Familienstandes / Kindern,
  • meiner sexuellen Orientierung,
  • meines Alters,
  • einer Behinderung,
  • meiner Religion oder Weltanschauung

diskriminiert werde, kann ich mich dagegen wehren.

Als Arbeitnehmer*in kann ich mich bei Diskriminierung an meine/n Arbeitgeber*in wenden.

Der/die Arbeitgeber*in muss Arbeitnehmer*innen vor Diskriminierungen und Belästigungen schützen!

Wenn Arbeitgeber*innen von Diskriminierung oder Belästigung am Arbeitsplatz erfahren, müssen sie etwas dagegen machen.

Bei Diskriminierung in der Arbeit kann ich mich auch an den/die Betriebrät*in wenden.

Wenn ich in der Arbeitswelt diskriminiert werde, kann ich mich bei der Arbeiterkammer telefonisch informieren und/oder einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.

Auch meine Fachgewerkschaft berät mich zum Thema Diskriminierung.

Wenn ich diskriminiert werde, kann ich mich an einen der Mitgliedsvereine des Klagsverbands wenden.
Der Klagsverband unterstützt Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, zu ihrem Recht zu kommen. Der Klagsverband bietet rechtliche Informationen, bringt Fälle vor Gericht und unterstützt Einzelpersonen vor Gericht.

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft berät und unterstützt mich, wenn ich diskriminiert oder (sexuell) belästigt werde.
Über die Gleichbehandlungs:App der Gleichbehandlungsanwaltschaft kann ich mich informieren und Diskriminierung und Belästigung melden(App Installieren: Google Playstore/ iTunes).
Die Gleichbehandlungsanwaltschaft leitet die notwendigen Informationen an die Gleichbehandlungskommission weiter. Die Gleichbehandlungskommission prüft die Einzelfälle.

Wege zum Recht – ein Informationsfilm der Gleichbehandlungsanwaltschaft

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, kann ich beim Arbeits- und Sozialgericht klagen.
Für Verfahren beim Arbeits- und Sozialgericht kann ich einen Antrag auf Rechtsschutz bei der Arbeiterkammer oder der Gewerkschaft stellen und so kostenlos vor Gericht vertreten werden.

ACHTUNG! Es gibt Fristen für Beschwerden, Klagen und Schadenersatzforderungen!

Wegen diskriminierender Stellenanzeigen kann ich als Bewerber*in oder aber die Gleichbehandlungsanwaltschaft einen Strafantrag bei der Bezirksverwaltungsbehörde / beim Magistrat (nach Sitz des ausschreibenden Unternehmens) stellen.
Hier finde ich Musteranträge wegen diskriminierender Stelleninserate.

Diskriminierende Stellenanzeigen kann ich auch der Zeitung melden.

Wenn ich Rassismus / rassistische Diskriminierung erfahre, kann ich bei ZARA Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.
Wenn ich Rassismus / rassistische Diskriminierung erfahre oder beobachte, kann ich das auch anonym online melden.

Wenn ich als Migrant*in aufgrund meiner ethnischen Zugehörigkeit, Herkunft oder Religion diskriminiert werde, kann ich bei der Hotline gegen Diskriminierung und Intoleranz anrufen. Hier bekomme ich Informationen, an welche Antidiskriminierungsstelle ich mich wenden kann.

Wenn ich als homo-, bi- oder pansexuelle oder als Transgender- oder Intersex-Person diskriminiert werde, kann ich mich an die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) wenden.

Wenn ich wegen einer Behinderung diskriminiert werde, bekomme ich zusätzlich hier Beratung und Informationen:
Sozialministeriumservice – Landesstelle Wien
Behindertenanwaltschaft
Österreichischer Behindertenrat

In Kooperation mit der AK Wien bietet der Verein sprungbrett telefonische Beratung und Information zum Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym.

Es ist oft schwierig, eine Diskriminierung oder Belästigung zu beweisen.
Deshalb genügt es, wenn ich eine Diskriminierung oder Belästigung glaubhaft mache. Dafür brauche ich Indizien. Deshalb ist es sehr wichtig, dass ich mir Notizen mache und aufschreibe, wer wann was gesagt oder gemacht hat.